Newsflash Boulevard

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Walter Plathe: Auf der Straße unsichtbar?
Der Schauspieler hat sich mit den Jahren sehr verändert
<Berlin> (cat). Man kennt Walter Plathe als „Der Landarzt“. 17 Jahre lang spielte er den „Dr. Teschner“ in der beliebten „ZDF“-Serie. Inzwischen dürften viele Fans Schwierigkeiten haben, den früheren DDR-Star zu erkennen. Deutlich gealtert hat Plathe auch ordentlich an Pfunden zugelegt. Zu seinem 70. Geburtstag gab der Theater- und Filmschauspieler der „B. Z.“ nun eines seiner seltenen Interviews. Er sei nach dem Krieg ohne Vater aufgewachsen, erzählte der Mime, der sich aber zur damaligen Zeit nicht als Ausnahme empfand. „Meine Mutter gab mir so viel Liebe, das war für zwei.“ Mit dem Alter hadert Walter auch nicht. „Es hat mich nie interessiert, ob ich 40, 50 oder 60 wurde. Ich sag’s mal so, auch der Herbst hat schöne Tage.“ Kürzlich kursierten Gerüchte, der Künstler habe den ersten Corona-Lockdown für eine neue Hüfte genutzt. „Quatsch, es war purer Zufall. Alle zwei Jahre lasse ich mich durchchecken“, wiegelte Plathe ab. Er sei auf Anraten seines Orthopäden operiert worden und nicht aus Langeweile. Furcht vor dem Corona-Virus hat der Ur-Berliner übrigens keine. „Ich habe eher Angst vor der Unvernunft der Menschen. Ich verstehe überhaupt nicht, dass Leute sagen: Was brauchen wir Masken? Als Regierender würde ich sagen, wenn ihr in die Grube gehen wollt, dann geht, aber nehmt nicht noch andere mit. Sonst bin ich ein unheimlich toleranter Mensch“, so der TV-Star, dessen Alltag auch unter den Einschränkungen durch Anti-Covid-Maßnahmen leidet. „Vor kurzem spielte ich in Recklinghausen Theater. Wenn es wie dort statt 800 Zuschauer nur 150 gibt, macht das keinen Spaß. Ich hätte mir meinen Abschied von der Bühne nach 50 Jahren etwas lebhafter vorgestellt“, erzählte Plathe traurig. Ans Aufhören denkt der Vollblut-Schauspieler aber nicht. „Nein auf keinen Fall. Aber man weiß nie, es gibt eine biologische und eine gesellschaftliche Uhr, die ticken beide. Ich hoffe noch möglichst lange.“ Großes Aufsehen erregte der Film-Haudegen 2017 mit dem Bekenntnis seiner Bisexualität in seiner Autobiografie „Ich habe nichts ausgelassen“. Skandalös: Plathe verliebte sich kurz nach der Geburt seines Sohnes Janek erstmals in einen Mann! „Der Zustand war für mich vom Kopf her überhaupt nicht zu begreifen und nicht einzuordnen, ich kam überhaupt nicht damit zurecht“, so Walter, der damals noch mit seiner ersten Frau Constanze verheiratet war. Sie wollte die Scheidung, weil Plathe zu seinen Neigungen stand: „Ich hatte sozusagen zwei Ehen mit Frauen und zwei Ehen mit Männern. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht und hatte auch nie Schwierigkeiten, dass ich deshalb nicht besetzt werde.“
Marius Müller-Westernhagen: Rollenkonflikte
Der Vater des Sängers war ein gebrochener Mann
<Berlin> (cat). Bereits im letzten Jahr kritisierte Marius Müller-Westernhagen Menschen, die darauf aus sind, schnellen Ruhm durch Social Media zu erlangen. Vor allem störe ihn, dass sie sich dabei vom Kapitalismus vor den Karren spannen lassen, ohne dies zu hinterfragen, so der Sänger gegenüber „Bild“. „Wir haben eine ganze Generation, die zum Egoismus erzogen wurde. Junge Menschen wollen heute wie ihre Eltern sein – aber alles noch ein bisschen besser, ein bisschen reicher, ein bisschen angesehener. Social Media hat das Leben zu einem Laufsteg gemacht.“ Es gehe nur noch darum, ein bestimmtes Image zu verteidigen, ist sich Müller-Westernhagen sicher. „Das bedeutet auch Konkurrenzdenken. Und Neid. Den Kapitalismus freut das. Das weckt Instinkte, die dazu führen, dass immer mehr konsumiert wird.“ Nun sprach der Künstler mit „Bunte“ über seine eigenen Wurzeln und seine Prägungen, wie etwa das schwierige Verhältnis zu seinen Eltern. Vor allem der frühe Tod seines Vaters, des Schauspielers Hans Müller-Westernhagen († 1963), war ein alles verändernder Einschnitt in das Leben des damals 15-Jährigen. Marius musste dadurch früh erwachsen werden. Aber die Rolle des Familienoberhauptes wollte der Düsseldorfer als einziger Sohn neben einer Schwester nicht einnehmen. „Meine Mutter habe ich als Kind bedingungslos geliebt. Die Konflikte gingen los mit dem Tod meines Vaters. Meine Mutter begann irgendwann, sich mit anderen Männern zu treffen, was für dich als Kind eine absolute Qual ist“, resümierte Marius, der nie „die Figur des starken Mannes“ vor Augen gehabt habe. „Mein Vater war ein gebrochener Mann, als er aus dem Krieg kam. Er litt an Depressionen, kam tagelang nicht aus dem Bett und hat getrunken.“ Während der Musiker seinen Vater als „seinen Seelenverwandten“ bezeichnet, hat der heute in zweiter Ehe mit Lindiwe Suttle verheiratete Wahlberliner zu seiner Mutter immer noch ein zwiespältiges Verhältnis. Westernhagen nahm sogar therapeutische Hilfe in Anspruch, um die Beziehung zu klären. „Ihr wäre wohl lieber gewesen, ich hätte den Hamlet in Remscheid gespielt als in Stadien den Rockstar.“ Es gab auch Phasen, in denen der heute 71-Jährige seine Mutter gehasst habe. Nun empfinde er Liebe für sie. „Das dauert, bis man das begreift, dass die Eltern mitunter auf einem anderen Planeten leben als du selbst. Da muss man freundlich sein, zuhören, aber nicht mehr versuchen, deine Eltern verändern zu wollen.“

Bettina Zimmermann: Erst Mama dann Mimin
Jetzt gibt es Kohlrabenschwarz auf die Ohren
<Berlin> (cat). Heißer Tipp für Fans von Bettina Zimmermann: Ab dem 19. November steht das Hörspiel „Kohlrabenschwarz“ bei „Audible Original“ zur Verfügung. Darin spricht die Schauspielerin die Ex-Frau eines Polizei-Seelsorgers, der das Verschwinden von Kindern aufklärt. Von der Kombination aus Humor und Horror zeigte sich Zimmermann begeistert – das Synchronisieren liegt ihr. „Das ist ein Zweig meines Berufs, der mir auch sehr viel Spaß macht“, erklärte die Dunkelhaarige im Interview mit der „B. Z“. So liege der Unterschied zum Schauspielern darin, dass man nur die Stimme als Werkzeug zur Verfügung habe, um Emotionen auszurücken. Beim Sprechen lediglich stocksteif dastehen könnten Synchronsprecher aber nicht. „Es macht einen großen Unterschied in der Stimme aus, wenn man die Bewegungen auch mitspielt. Man muss nur aufpassen, beim Fuchteln mit den Händen nicht das Mikro umzuhauen“, weiß die TV-Schönheit, die seit 2014 glücklich mit Kai Wiesinger zusammenlebt. Der Schauspieler brachte seine zwei Töchter mit in die Beziehung, sie ihren Sohn und seit 2015 hat das Paar ein gemeinsames Kind. Interessant: Seit fünf Jahren spielen Kai und Bettina zusammen in der Comedy-Serie „Der Lack ist ab“. Nachteile, mit der Partnerin zusammen zu arbeiten, sieht Wiesinger dabei nicht. „Ich finde es super. Wir kannten uns von der Arbeit, schon lange bevor wir zusammen waren. Von daher wusste man schon komplett, wie man tickt - auch in der Arbeit“, erklärte er „vip.de“. Vor ein paar Jahren zogen Zimmermann und Wiesinger mit Sack und Pack aufs Land. „Für Kinder ist eine Großstadt wie Berlin nicht schön. Ich finde es wichtig, dass sie gleich in der Natur stehen, wenn sie rausgehen. Da können sie spielen und Kind sein. Und auch für die Jugendlichen ist es hier nicht langweilig,“ erklärte die 45-Jährige den Umzug. „Es ist ja nicht so, dass wir irgendwo in der Abgeschiedenheit leben. Uns fehlt es an nichts, und es gibt gute Verkehrsanschlüsse mit Bus und Bahn. Und seit Corona ist es sowieso das Beste, was uns passieren konnte.“ Die Familie steht bei beiden Partnern trotz der Liebe zur Schauspielerei im Vordergrund. Sie sei zwar Schauspielerin, so Zimmermann, aber die meiste Zeit Mutter: „Wenn ich morgens aufwache, ist mein erster Gedanke, wie kriege ich meine Kinder versorgt. Ich mache diesen Beruf also nicht, um im Scheinwerferlicht zu stehen oder über den roten Teppich zu laufen.“

Hugh Grant: Der Liebes-Schnulzen überdrüssig
Der Schauspieler will nur noch Charakter-Rollen
<London> (cat). Kaum zu glauben: Hugh Grant gehörte offensichtlich zu den ersten Opfern des Corona-Virus! Der Schauspieler und seine Frau Anna Eberstein sollen schon Anfang des Jahres an einer grippalen Infektion gelitten haben. Die Bestätigung, dass es sich um Covid 19 gehandelt hatte, erhielt der Mime kürzlich erst durch einen positiven Antikörper-Test. Nun berichtet der Hollywood-Star bei Stephen Colbert in der „Late Show“, welche illustren Symptome ihn während seiner Erkrankung plagten. Unter anderem erzählte der 60-Jährige, dass vor allem sein Riechorgan den Dienst verweigerte. Egal an was er schnüffelte – Blumen, Mülleimer, andere Menschen, alles roch nach nichts. „Ich wollte an den Achseln von Fremden schnüffeln, weil ich einfach nichts riechen konnte“, resümierte Grant gewohnt humorvoll. „Das Parfüm meiner Frau habe ich mir ins Gesicht gesprüht und roch nichts - war aber fast blind.“ Bereits seit Februar habe er an anderen „seltsamen“ Symptomen gelitten, die Hugh aber nicht zuordnen konnte. Darunter seien etwa „schreckliche Schweißausbrüche“ gewesen, die sich wie ein „Poncho aus Schweiß“ darstellten. Zudem berichtete der Womanizer davon, dass sich seine Augäpfel „dreimal so groß“ angefühlt hätten. Seine Brust sei dermaßen eingeschnürt gewesen, als würde ein riesiger Mann darauf sitzen. „Ein Mann wie Ex-Filmmogul Harvey Weinstein“, verdeutlichte der Star gegenüber Talkmaster Stephen Colbert. Obwohl er es wirklich draufhat, will Hugh Grant übrigens keine lustigen oder seichten Rollen mehr spielen. Lieber brilliert er in Produktionen wie „The Undoing“. In der HBO-Serie spielt der Brite an der Seite von Nicole Kidman einen New Yorker Arzt mit dunklen Geheimnissen. Vor allem die Tatsache, endlich mit Nicole zusammenarbeiten zu können, habe ihn eingangs überzeugt, die Rolle als Jonathan anzunehmen. Auch gefalle ihm dessen Wesen. „Ich bin sehr von Charakteren angetan, in denen zwei, drei, fünf oder sechs Menschen leben. Ich denke, das ist sehr viel ehrlicher, als die eine Essenz einer Person zu finden und diese zu spielen.“ Den Liebes-Schnulzen weint der Mime keine Träne nach. „Ich bin froh, dass die Zeit in meiner Karriere, in der ich die charmante Hauptrolle gespielt habe, vorbei ist. Ich habe in letzter Zeit viel charakterstärkere Rollen gespielt und das sehr genossen“, so Hugh zu „Entertainment Weekly“.




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