Harry Jeske: Deutsche Musik-Ikone tot
Der „Puhdys“-Mitbegründer war zuletzt ein Pflegefall
<Wismar> (cat). Wie traurig: „Puhdys“-Mitbegründer Harry Jeske ist gestorben. Der ehemalige Rocker wurde 82 Jahre alt. In der Öffentlichkeit sah man den Musiker zuletzt im November 2019: Zur Feier des 50. Geburtstags der „Puhdys“ ließ Harry sich damals einen Kurzauftritt nicht nehmen. Die genaue Ursache für seinen Tod ist offiziell nicht bekannt, doch soll die Musik-Ikone laut „tag24.de“ an Diabetes gelitten haben. Als Pflegefall konnte Jeske kaum noch laufen und sei durch die Tagespflege des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes der Volkssolidarität in Wismar versorgt worden. Klaus Scharfschwerdt, der 1979 als Schlagzeuger zu den Puhdys kam, war der Erste, der von Jeskes Tod erfuhr. „Seine Frau Erma rief bei mir am Donnerstag an und teilte mit, dass Harry am Vormittag in einem Krankenhaus in Wismar friedlich eingeschlafen war“, sagt der Drummer. „Er hatte wohl einen Herzinfarkt.“ Es fällt ihm schwer, über Jeskes Tod zu sprechen. „Zehn Jahre lang habe ich mit ihm bei den Puhdys zusammengearbeitet, wir waren gute Freunde. Mit Harry hatte ich bis jetzt noch Kontakt. Jeder der Puhdys hat ihm viel zu verdanken. Ohne ihn hätte es wahrscheinlich die Band nie gegeben.“ Auch Ex-Puhdys-Manager Rolf Henning bestätigte dem Berliner Kurier die traurige Nachricht von Harrys Ableben. Und im Gespräch bei „MDR AKTUELL“ erinnerte sich Bandmitglied Dieter Birr an den Verstorbenen als Organisationstalent und Überzeugungskünstler: „Harry war der beste Manager der DDR. Er war einmalig in seiner Art. Er war sehr sympathisch und hat so verhandelt, dass andere gar nicht Nein sagen konnten.“ Jeskes Lockenkopf war jahrzehntelang das Markenzeichen der DDR-Kultband. Harry war viel mehr als das ‚H‘ bei den „Puhdys“, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen ihrer Mitglieder und einem ‚Y‘ zusammensetzt. Er war Gründungsmitglied und maßgeblich für die frühen Erfolge der Gruppe verantwortlich. „Harry war der beste Organisator, den die Puhdys je hatten“, schwärmte Keyboarder Peter „Eingehängt“ Meyer einst gegenüber dem Berliner Kurier, „er sorgte für Auftritte und besorgte Instrumente aus dem Westen. Harry brachte die Puhdys richtig ins Rollen.“

Sean Connery: James Bond ist 90 geworden
Der Schauspieler bleibt im Verborgenen
<Bahamas> (cat). Michael Caine, der seit gemeinsamen Dreharbeiten eng mit Sean Connery befreundet ist, sorgte 2013 für Schlagzeilen um den „James Bond“-Star. „Er ist nicht mehr Herr seiner Sinne. Man muss sich ernste Sorgen machen“, wurde Caine in der „Bild am Sonntag“ zitiert. Kurz darauf dementierte der Brite seine Aussage gegenüber der britischen Zeitung „Daily Record“. „Das ist absolut absurd. Diese Alzheimer-Geschichte ist Schwachsinn“, so der 87-Jährige. „Ich habe in Deutschland ein paar Interviews für meinen neuen Film gegeben. Irgendjemand scheint meine Worte verdreht zu haben“, mutmaßte der Hollywood-Star weiter. Wie es dem Ex-„007“-Darsteller derzeit wirklich geht, ist leider nicht bekannt. Es gab schon jahrelang kein Foto mehr von ihm. Jedenfalls feierte Sean Connery kürzlich seinen 90. Geburtstag und ist einer aktuellen Umfrage zufolge immer noch „Der beste James Bond aller Zeiten“. Der Brite spielte den allerersten Agenten mit der Lizenz zum Töten und wurde über Nacht berühmt. Nach fünf Folgen schmiss der damals 32-Jährige hin. Der Grund: Sean wurde überall als „Mr. Bond“ angesprochen und von Paparazzi bis aufs Klo verfolgt. Connery überwarf sich auch mit den „Bond“-Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman. Das tat seinem Erfolg jedoch keinen Abbruch. Noch mit 59 wurde Sean vom „People Magazine“ zum „Sexiest Man Alive“ gekürt, zehn Jahre später gar zum „Sexiest Man of the Century“. Brillant war Connery auch als Mönch 1986 in Bernd Eichingers Bestseller-Verfilmung „Der Name der Rose“. Steven Spielberg wollte ihn im dritten „Indiana Jones“-Film unbedingt als Vater von Harrison Ford. Zu Lebzeiten eine Legende, vor 20 Jahren von der Queen zum Knight Bachelor geadelt – diesen Erfolg konnte Thomas Sean Connery in Jugendjahren wohl kaum erahnen. Als Sohn eines Fernfahrers und einer Putzfrau wuchs er in ärmlichen Verhältnissen in Edinburgh auf. Vor seiner Film-Karriere jobbte Connery als Milchmann, Bademeister, Pferdekutscher oder Sargpolierer. Als Bodybuilder bekam der Schönling erste Angebote als Aktmodell, wurde 1953 sogar Dritter bei der Wahl zum Mr. Universum. Und kam, als man für das Musical „South Pacific“ nach Athleten suchte, schließlich zur Bühne – und zu ersten Filmen. Dann machte der Mut der „Bond“-Produzenten, einen kaum bekannten Darsteller zum 007 zu küren, Sean Connery zum Weltstar. Auch wenn Ian Fleming, der Autor der 007-Romane, ihn witzigerweise für eine Fehlbesetzung hielt.



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